Mary Lawson – Im letzten Licht des Herbstes

Passend zum Gastland Kanada der diesjährigen Frankfurter Buchmesse habe ich, ein bisschen verspätet zwar, den neuen Roman der kanadischen Autorin Mary Lawson gelesen und war sehr begeistert. 

‚Im letzten Licht des Herbstes‘ erzählt die Geschichte von Clara, Elizabeth und Liam, die in Northern Onatrio im Jahre 1972 spielt. Die Kapitel sind abwechselnd den drei Protagonisten gewidmet, die zusammengefasst in der Geschichte miteinander verwoben sind.

Elizabeth Orchard hat sich wegen ihrer Herzkrankheit ins Krankenhaus begeben und angeschlagen wie sie ist, taucht sie nochmal in die Erinnerungen ihres Lebens ein. Dreißig Jahre zuvor hat sie, selbst leider kinderlos, des Öfteren auf den kleinen Nachbarsjungen Liam aufgepasst, der ihr und ihrem Mann Charles sehr ans Herz gewachsen ist. Durch ein großes Missverständnis, das fast in einer Tragödie endete, musste sie den Kontakt abbrechen. Doch die Gedanken an den kleinen Jungen haben sie nie losgelassen und sie hat für sich eine Entscheidung getroffen, um ihre damalige Handlung zu entschuldigen.

Die siebenjährige Clara versorgt die Katze ihrer Nachbarin Mrs. Orchard so lange diese im Krankenhaus ist und hält immer wieder am Fenster Ausschau nach ihrer Schwester. Rose ist ausgerissen und wird schon seit zwei Wochen vermisst. Doch statt ihre Schwester Rose draußen zu entdecken, beobachtet Clara, dass ein fremder Mann bei ihrer Nachbarin Mrs. Orchard mit einigen Kartons einzieht. Die kleine Clara ist völlig aus dem Gleichgewicht gebracht und leidet unter ihrer familiären Situation schrecklich. Hätte sie doch gerne mit Mrs. Orchard gesprochen und statt ihrer muss sie mit ansehen, wie dieser fremde Mann die Besitztümer der Nachbarin wegpackt.

Liam Kane hat völlig unverhofft von Elizabeth Orchard, einer Nachbarin von früher, ein Haus geerbt. Da seine Ehe mit Fiona gescheitert ist und er seinen ungeliebten Beruf als Buchhalter gekündigt hat, macht er sich auf nach Solace in den Norden Kanadas, um dieses Haus zu begutachten. Dort trifft er auf die kleine Clara, die sich zur Katzenfütterung in seinem Haus aufhält und ihm ihre Probleme erzählt. Nach und nach fasst er in der Kleinstadt Fuß und versucht Clara zu helfen.

Dieses Buch hat mich so fasziniert, dass ich die letzten beiden Tage nur noch gelesen habe, um zu erfahren, wie die Lebensumstände von Elizabeth, Clara und Liam miteinander verbunden sind. Mary Lawson schreibt so bewegend und so spannend, dass man sofort in die Geschichte hineingezogen wird und nicht mehr aufhören kann zu lesen.

Vielen, vielen Dank an das Bloggerportal Random House für dieses wunderschöne Leseexemplar!

Mary Lawson

Im letzten Licht des Herbstes

Heyne Verlag, ISBN 978-3-453-27357-3

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