Mary Beth Keane – Wenn du mich heute wieder fragen würdest

Das Buch habe ich schon im Juli als Leseexemplar gelesen und war sofort total begeistert und mitgerissen. Es hat mich schon nach den ersten Sätzen in seinen Fängen gehabt und nicht mehr losgelassen, was am bewegenden und lebhaften Erzählstil der Autorin liegt.

Anfang der 70er Jahre wandert der junge Francis Gleeson von Irland nach New York aus. Nach kürzester Zeit wird er Polizist in der Bronx, heiratet Lena und zieht mit ihr in ein kleines Städtchen, Gillam,  in der Nähe New Yorks, wo sie gemeinsam ihre drei Töchter großziehen können. Mit Brian Stanhope, seinem Kollegen, verbindet ihn nicht viel, aber sie werden direkte Nachbarn in dem kleinen Ort und man könnte sich vorstellen, dass sich die Familien durch so viel Gemeinsamkeiten anfreunden. Doch dem ist leider nicht so: Lena, einsam und auf der Suche nach Gesellschaft, versucht sich an einer Annäherung an Anne, die sie, gefangen in ihrer psychischen Krankheit, vollkommen ignoriert und den Kontakt verweigert. Doch der Sohn der Stanhopes, Peter, und die jüngste Tochter der Gleesons, Kate, sind gleichaltrig und es entwickelt sich eine tiefe Beziehung zwischen den beiden, die sie unzertrennlich macht. Die familiäre Situation spitzt sich zu und mündet in einer Katastrophe, die eine tragische Geschichte mit sich zieht.

Ich kann dieses Buch, das so ein ganz kleines bisschen an Romeo und Julia in moderner Fassung erinnern lässt, nur jedem ans Herz legen. Ein Buch voller Spannung und Wendungen, die man so nicht erwartet. Die Charaktere sind sehr toll herausgearbeitet  und begleiten den Leser über Jahrzehnte hinweg. Das ist meine Buchempfehlung zu Weihnachten!

Mary Beth Keane

Wenn du mich heute wieder fragen würdest

Eisele Verlag, ISBN 978-3-96161-096-9

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