Hiltrud Baier – Helle Tage, helle Nächte

Die Autorin Hiltrud Baier ist von Süddeutschland nach Lappland ausgewandert und ich finde es immer interessant, wenn Autoren sich wirklich in dem Land auskennen, über das sie schreiben. Das hat mir in diesem Roman besonders gut gefallen und ich bin sehr neugierig auf das schwedische Lappland geworden.

Anna Albinger ist etwas über siebzig, als bei ihr Krebs festgestellt wird und ihr Leben, das sie in ihrem kleinen Geburtsort auf der schwäbischen Alb verbringt, völlig durcheinander gewirbelt wird. Sie beschließt mit Allem reinen Tisch zu machen und die Geheimnisse und Lügen, die es in ihrem Leben gab, aus der Welt zu schaffen. Sie schreibt einen Brief, der sehr wichtig für sie ist und den ihre Nichte Frederike für sie nach Lappland zu Petter Svakko bringen soll.

Frederike ist davon nicht sehr begeistert, denn sie hat eben erst ihre Freiheit wiedergefunden. Nach der Trennung von ihrem Mann Thomas und dem Verkauf ihrer gemeinsamen Werbeagentur, ist sie mit ihrem neu erworbenen VW Bus durch Italien gereist und genoss ihr Leben in vollen Zügen. Durch die Nachricht von der Krankheit ihrer Tante Anna macht sie sich widerwillig auf, den Brief nach Lappland zu bringen und den geheimnisvollen Petter zu suchen. Dort im Hohen Norden trifft sie auf sehr nette Menschen, wunderschöne Landschaften und schließlich auch auf Petter. Und genau dort in der lappländischen Bergwelt wird das Geheimnis über Annas Leben, ihre Liebe und Frederikes Herkunft gelüftet.

Ein sehr schöner, berührender und kurzweiliger Familienroman, der das Leben zweier Frauen beschreibt, die durch ihre Stärke und Entschiedenheit ihr Leben meistern.

Hiltrud Baier

Helle Tage, helle Nächte

Krüger Verlag, ISBN 978-3-8105-3038-7

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