Hannah Häffner – Nordseenacht

‚Ohne Krimi geht die Mimi nicht ins Bett‘ –  so geht es mir nicht, denn ich bin gar keine Krimileserin. Aber manchmal muss es dann doch sein, um ein bisschen Titel zu sammeln, die man dann im Weihnachtsgeschäft gut empfehlen kann. Hier ist so ein Krimi, der spannend und sehr gut lesbar ist, aber unblutig und ohne schrecklich (für  mich) geschilderte Tatorte, was ich sehr gut gelungen finde. 

Beginnend im Jahr 1987 in dem kleinen Ort Hulthave an der Nordsee verschwindet auf einem Zeltplatz die neunjährige Friederike. Die Betreuerin Sascha hatte Nachtwache und die Zelte überprüft und es hat niemand gefehlt. Und doch ist Friederike am nächsten Morgen unauffindbar. Kommissar Wedeland und seine Mitarbeiter suchen fieberhaft nach ihr, doch das Kind bleibt verschwunden und der Fall gerät ins Stocken. Sascha kann sich mit dieser Situation kaum abfinden, hat Schuldgefühle und kommt nicht mehr klar. 25 Jahre später wird eine junge Frau am Nordseestrand gefunden, die sich nicht an ihren Namen oder ihr bisheriges Leben erinnern kann. Schnell werden Parallelen zu Friederike gezogen, denn sie wäre heute im gleichen Alter wie die junge Frau, die nur Nixe genannt wird. Alarmiert durch diese ungewöhnliche Nachricht taucht Sascha, die das Erlebnis nie vergessen konnte, in Hulthave auf, genau wie der schon pensionierte Kommissar Wedeland. Zusammen versuchen sie dem Geheimnis um Friederike und der Nixe auf die Spur zu kommen.

Der Krimi hat mich sehr gut unterhalten, war kurzweilig und die beiden zeitlichen Erzählstränge wurden gekonnt miteinander verbunden.

Hannah Häffner

Nordseenacht

Goldmann Verlag, ISBN 978-3-442-20581-3

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