Claire Messud – Das brennende Mädchen

Ganz schnell ist es hier im Norden Herbst geworden und die Neuerscheinungen purzeln geradezu täglich in die Buchhandlung. Neu und genau mein Geschmack ist das Buch von Claire Messud ‚Das brennende Mädchen‘:

Julia und Cassie sind schon seit dem Kindergarten miteinander befreundet. Sie kennen sich so gut und haben jede freie Zeit zusammen verbracht. Deshalb ist es für Julia so schwer zu begreifen, wie ihre enge Freundschaft so einfach kaputt gehen konnte. Denn so genau weiß sie eigentlich nicht, was vorgefallen ist und wie alles so enden konnte, gesprochen haben sie nie darüber.

Zwei Jahre ist es jetzt her, dass die Beiden ihre letzten Sommerferien zusammen verlebt haben und Julia versucht sich an alle Einzelheiten zu erinnern, die diesen Sommer ausmachten. Obwohl die beiden Freundinnen ganz unterschiedlich aufwachsen, Julia sehr behütet in einer intakten Familie und Cassie allein mit ihrer Mutter, die immer ein bisschen seltsam wirkt. Doch das hat die beiden Mädchen nie gestört, waren sie sich immer völlig einig und vertraut. Als nach diesen besagten Sommerferien die Schule wieder anfängt und Julia und Cassie keinen gemeinsamen Kurs zusammen haben bis auf Sport und Kunst, hat Cassie begonnen sich mit einem Mädchen namens Delia zu treffen und den Kontakt zu Julia nach und nach abgebrochen. Mit dieser Freundschaft zu Delia, die Julia nur Elendspfuhl nennt, beginnt Cassies Schicksal, ihre Suche nach ihrem leiblichen Vater und sich selbst. Zurück bleibt Julia, die die Erfahrungen mit Cassie nicht loslassen und durch ihre Teenagerzeit begleiten.

Der Roman ist sehr lebhaft erzählt, wirkt fein beobachtet und lässt den Leser abtauchen in die Zeit des Erwachsenwerdens. 

Claire Messud

Das brennende Mädchen

Hoffmann und Campe Verlag, ISBN 978-3-455-00392-5

 

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