Anja Baumheier – Kranichland

Ruckzuck geht eine Woche um und obwohl ich mir fest vorgenommen habe in einer Woche immer zwei Rezensionen auf dem Blog zu veröffentlichen, schaffe ich immer nur eine. Diese Woche ist es mal ein Familienroman zu DDR- Zeiten, der mir sehr gut gefallen hat.

Elisabeth und Johannes Groen lernten sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Rostock kennen und lieben. Sie heiraten nach kurzer Zeit und schnell danach kommt Tochter Charlotte auf die Welt. Johannes erhält eine Anstellung bei der Regierung der DDR und die Familie muss nach Berlin umziehen. Es dauert nicht lange und Töchterchen Marlene macht die Familie komplett. Die beiden Schwestern sind allerdings unterschiedlicher, wie man nur sein kann. Die ältere Charlotte ist, wie ihr Vater, ganz auf den Sozialismus fixiert, findet alles toll, was in der DDR so passiert. Marlene allerdings eckt überall an und fühlt sich eingeengt, bis sie Wieland Ostermeyer kennenlernt und in ihm einen Verbündeten sieht, der ebenso wie sie raus aus der DDR will. Sie planen in den Westen zu fliehen, ganz sehnsüchtig nach einem Leben in Freiheit, da Marlene schwanger ist. Doch alles kommt anders, denn die Beiden werden geschnappt und in getrennten Gefängnissen untergebracht. Eine schlimme Zeit beginnt, besonders für Marlene, an der ihr Vater Johannes Groen nicht unschuldig ist. 

Eine dramatische und sehr unterhaltsame Familiengeschichte, in der man in die Jahre der Geschichte der DDR eintaucht. Durch die zwei Erzählstränge befindet man sich abwechselnd in der Vergangenheit und in der Gegenwart, was beim Lesen sehr viel Spaß macht.

Anja Baumheier

Kranichland

Wunderlich Verlag, ISBN 978-3-8052-0021-9

 

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