Angeline Boulley – Warrior Girl unearthed

Angeline Boulley wurde mit ihrem ersten Jugendroman ‚Firekeeper’s daughter‘ schlagartig berühmt. Leider habe ich diesen Roman nicht gelesen, was mir jetzt  in ihrem zweiten neuen Jugendroman ‚Warrior Girl unearthed‘ an manchen Stellen etwas gefehlt hat. (Das Lesen von Firekeeper’s daughter wird aber nachgeholt.)

Perry Firekeeper-Birch hatte ganz fest vor in ihren Ferien nur zu angeln und die Tage entspannt zu verbringen. Doch ein kleiner Autounfall zwingt sie dazu in den Ferien zu arbeiten, um ihre Schulden bei ihrer Tante abzubezahlen. Sie erhält die Möglichkeit  im Museum ihres Anishinaabe Tribes zu arbeiten und erfährt, dass Artefakte, die ursprünglich ihrem Tribe gehören, von Grabräubern an Privatsammler oder andere Museen verkauft wurden. Perrys Sinn gegen Ungerechtigkeit ist geweckt und sie kämpft dafür, dass die Dinge, die dem Tribe gehören, auch wieder dahin zurückkehren, was sich allerdings als sehr schwierig entpuppt. Gleichzeitig verschwinden indigene junge Frauen aus Perrys Umkreis, selbst ihre Familie wird in diese Polizeiermittlungen einbezogen. 

Spannend fand ich die Geschichte um die kulturelle Ausbeutung und die Ungerechtigkeiten, die dazu führen, dass ganz viele Artefakte verschwinden und nicht denjenigen zugeführt werden, von dessen Vorfahren diese Kunstschätze stammen. Ein bisschen schwierig fand ich beim Lesen die immer wiederkehrenden Wörter aus der Ojibwe-Sprache, die mich jedes mal aus der Geschichte gerissen haben und die ich im hinteren Teil des Buches im Glossar nachlesen musste. 

Vielen Dank an das Bloggerportal Random House für das Leseexemplar.

Angeline Boulley

übersetzt von Petra Bös

Warrior Girl unearthed

cbj, ISBN 978-3-570-16655-0

Ab 14 Jahre