Amelie Fried – Die Spur des Schweigens

Bisher habe ich noch keinen Roman von Amelie Fried gelesen und war überrascht mit ihrem neuen Buch ‚Die Spur des Schweigens‘ eine unterhaltsame Geschichte zu entdecken.

Julia ist Mitte dreißig, beziehungsgeschädigt, oft frustriert von ihrem Leben und arbeitet als freiberufliche Journalistin, die sich wünscht mit einer tollen Story den Durchbruch zu schaffen. Oft arbeitet sie für ein Gesundheitsmagazin, dessen Chef Chris ihr früherer Studienkollege ist, doch mit den Gesundheitsthemen kommt sie einfach auf keinen grünen Zweig. Als Chris ihr den Vorschlag macht eine Story über wahrscheinliche sexuelle Missbräuche an einem Forschungsinstitut zu schreiben, ist Julia anfangs sehr unentschlossen, denn sie findet das Thema ‚ Me-Too‘ schon etwas abgenutzt. Doch als sie auf eine chinesische Studentin trifft, die am Forschungsinstitut arbeitet und einige haarstäubende Geschichten erzählt, ihr noch weitere betroffene Frauen präsentiert, die von einem Vorgesetzten belästigt werden, wandelt sich Julias Einstellung schlagartig. Sie nimmt nun richtig Ermittlungsarbeit auf und stößt bei weiteren Nachforschungen, dass auch ihr Bruder Robert, der vor zwölf Jahren in Norwegen verschollen ist, an diesem Forschungsinstitut gearbeitet hat und eventuell ein Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen bestehen könnte.

Ein spannend geschriebener Unterhaltungsroman mit einer sympathischen Protagonistin, die ihr Leben so gar nicht auf der Reihe hat, aber auf ein glückliches Ende hoffen darf.

Amelie Fried

Die Spur des Schweigens

Heyne Verlag, ISBN 978-3-453-27048-0

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