Alex Schulman – Die Überlebenden

Das neue Buch von Alex Schulman ‚Die Überlebenden‘ liest sich so gut, so spannend und so berührend, dass ich mir sehr gut vorstellen könnte, wenn es verfilmt werden würde. 

Es wird die Geschichte der drei Brüder Benjamin, Nils und Pierre in zwei Teilen erzählt. Der eine Handlungsstrang beginnt in der Vergangenheit, als die Brüder noch Kinder sind und mit ihren Eltern und dem Familienhund Molly jeden Sommer in ihrem Sommerhaus am See verbringen. Sie erleben dort sehr schöne Ferien, sind sich allerdings auch ganz oft selbst überlassen, denn beide Elternteile haben ein Alkoholproblem, das das Familienleben überschattet. Dies hat zur Folge, dass sich die Drei,  ganz besonders der mittlere Bruder Benjamin, zu unüberlegten bis hin zu gefährlichen Aktionen hinreißen lassen, die am Ende ihrer Sommerferien in einer Katastrophe endeten. Der zweite Handlungsstrang beginnt mit dem Treffen der drei Brüder im Erwachsenenalter, um die Asche, nach dem Tod der Mutter und auf deren Wunsch, am Sommerhaus am See zu verstreuen. In ganz vielen Rückblenden bewegen sich die Brüder wieder in die Vergangenheit, die sie alle drei nicht verarbeitet haben und erleben erneut die Tragödie in ihrer Kindheit, die das Leben aller Familienmitglieder von heute auf morgen veränderte.

Es war sehr beeindruckend, wie ausgeklügelt und perfekt der Autor die Geschichte aufgebaut hat und den Leser in einer völlig andere Richtung denken ließ. Ich habe das ganze Buch hindurch mit den drei Brüdern mitgelitten und war tief berührt.

 

Alex Schulman

Die Überlebenden

DTV, ISBN 978-3-423-28293-2

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